VAN DEN MACHANDELBOOM

VAN DEN MACHANDELBOOM

Musikalische Dekadenzdichtung für Puppen und Spinett
von Moritz Schönbrodt und Johannes Kürschner in Kooperation mit dem Figurentheater Osnabrück

Spiel: Johannes Kürschner, Keumbyul Lim, Moritz Schönbrodt

Konzept/Bühne/ Puppen:

Moritz Schönbrodt

Konzept/Komposition/Bühne/Musik: Johannes Kürschner

Konzept/Dramaturgie:  Florian Rzepkowski

Konzept/Regie: Rona Ludin


Mein Mutter der ich schlait’t

Mein Vater der mich aß

Mein Schwester der Marleenichen

Sucht all meine Beenchen

Und Bind’t sie in ein seiden Tuch

legts unter den Machandel baum

Kiwitt! Kiwitt! Ach watt een schoin Fogel bin ick.


Ein Vogel klagt sein Lied in die Welt, von einem Jungen, dessen Mutter im Kindbett stirbt und der nach kurzer Zeit dem Hass seiner Stiefmutter tödlich zum Opfer fällt. In einem der berückendsten und rätselhaftesten Märchen aus der Sammlung der Brüder Grimm sinnt der durch die Liebe und Fürsorge seiner Schwester als Vogel Auferstandene auf Rache.


VAN DEN MACHANDELBOOM stellt die Frage nach der Bedeutung von Liebe, Schuld und Vergebung in einer Welt im Strudel der Gewalt und untersucht mit Mitteln der zeitgenössischen Musik und Puppenspielkunst auf grotesk-humorvolle Weise Potenziale des Scheiterns.

VAN DEN MACHANDELBOOM ist eines der am schwersten fasslichen und gewaltvollsten Märchen der Brüder Grimm. Tod im Kindbett, häusliche Gewalt, Kindsmord, Kannibalismus und Lynchjustiz treffen uns heute in ihrer erschreckenden Brutalität.


Als Koproduktion des Figurentheaters Osnabrück mit dem Duo schoenbrodtkuerschner aus dem Landkreis Leipzig widmet sich die Produktion anhand des Märchens und historischen Akten aus dem Archiv des Theaters der Frage, wie eine allgemeine Untergangsstimmung, das diffuse Raunen einer Zeit, in der sich alle als Propheten des Untergangs, als einzig Auserwählte glauben, umgedeutet werden kann - hin zu einer positiven Kraft, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein gerechtes Miteinander ins Zentrum stellt.


In Kooperation mit dem Figurentheater Osnabrück.



Finanziell gefördert durch:


Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur


Stiftung Niedersachsen;


Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Maßnahme mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts;


Stadt Markkleeberg